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Unter Strom

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Story behind

»Unter Strom« aus der Serie »In der Blase leben« zeigt einen Menschen, der nicht mehr aus eigener Kraft handelt, sondern von äußeren Impulsen durchdrungen wird. Die Figur im Zentrum steht zwischen zwei gleißenden Lichtquellen, als würde sie ununterbrochen feine Stromschläge empfangen — Impulse, die sie antreiben, formen, überlagern. Was bleibt, ist ein Moment des Ausgeliefertseins: ein Körper, der versucht, sich selbst zu bewahren, während die Welt unablässig an ihm zieht.

Der rohe Beton trägt die Schwere dieses Zustands, kühl und unbeweglich wie der Alltag, der sich über das Eigentliche legt. Das klare Epoxidharz umhüllt die Figur wie eine gläserne Blase, in der sich die Stromschläge verdichten und den Körper in eine lähmende Starre versetzen — ein Zustand, der aus den beschriebenen äußeren Einflüssen erwächst. Das gleißende Licht macht diese Impulse sichtbar: Es zeichnet die angespannte, schwebende Haltung der Figur nach, die zwischen den Lichtkegeln gefangen scheint, als hielte jeder Strahl sie einen Moment länger im Bann. So entsteht ein stiller Dialog über Selbstverlust und Selbstbehauptung. Das Werk erzählt nicht von Schwäche, sondern von der feinen Grenze zwischen Anpassung und Erschöpfung. Es lädt dazu ein, innezuhalten — und zu fragen, wie viel von uns selbst bleibt, wenn wir uns dem Strom der Welt zu lange überlassen.

Fakten zum Kunstobjekt

Holzart: Beton / Epoxy / Buchenholz
Herstellungsjahr: 2026
Herstellungsverfahren: Schnitzen/ Gießen
Größe: Länge 450 mm, ø100mm
Oberflächenbehandlung:

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»Quallenverwahrung« von Jürgen Fuhr
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